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Reizüberflutung und persönlicher Ausdruck - wie hängt das zusammen?

March 14, 2019

Wann wird dir alles "zu viel"?

 

Also ich kenne dieses Gefühl nur allzu gut - wie viele, besonders hochsensible Menschen, sicher auch. Nach einem Tag mit vielen Menschen und Eindrücken überwältigt und erschöpft zu sein, kommt bei mir mehrmals die Woche vor.

 

Bis zuletzt - denn die letzten Wochen habe ich ein paar spannende Beobachtungen machen dürfen. Ich glaube nicht daran, dass Hochsensibilität und die Herausforderung der Reizüberflutung Erfindungen sind - im Gegenteil. Jedoch habe ich für mich persönlich einen Faktor entdeckt, der dieses Problem ziemlich stark zu beeinflussen scheint. Hierbei handelt es sich um den persönlichen AUSDRUCK.

 

 

Wie oft drückst du WIRKLICH aus, was gerade in dir vorgeht?

 

Ich war bis vor Kurzem der Meinung, dass ich die meiste Zeit eigentlich ganz gut in der Lage bin, auszudrücken, wie es mir geht und was mich beschäftigt. In den letzten Monaten fand ich mich jedoch immer wieder in Situationen (ob in Partnerschaft oder Arbeit), in denen mir alles zu viel wurde und ich körperlich einen großen Druck verspürte. Zunächst war mir gar nicht klar, was diesen Druck auslöste. Bestimmt kennen viele von euch das Gefühl, wenn es innerlich zu brodeln anfängt, aber man keine Ahnung hat, was dieses Gefühl verursacht, geschweigedenn, was da aus einem heraus oder ausgedrückt werden möchte. Ich versuchte dann das Gefühl einzuordnen, als Wut oder Trauer zu identifizieren oder einfach nur zu spüren. Manchmal verging der Druck dann von alleine, oft hielt er jedoch den ganzen Tag hartnäckig an. 

 

Nachdem ich in einem Seminar mit dem Thema "Ausdruck" nähere Bekanntschaft machte, begann ich nach und nach eine Veränderung wahrzunehmen. Ich begann mich immer unmittelbarer auszudrücken - zuerst noch etwas zögerlich und unsicher, dann immer direkter. Ja - das kostet oftmals große Überwindung und natürlich kenne auch ich die Angst, anderen auf die Füße zu treten - jedoch ist das, was durch mich ausgedrückt werden will, meistens genau das, was es in der jeweiligen Situation gerade braucht - und oft kann der Gegenüber das dann auch genau spüren und dementsprechend gut nehmen (außer man drückt ordentlich dessen Knöpfe, aber das ist dann eine andere Geschichte ;)).

 

Ich muss zugeben, gerade in der Beziehung ist das oft eine große Überwindung und man riskiert schon einmal, sich richtig zu streiten und in die Haare zu kriegen. Aber das was am anderen Ende auf einen wartet, kann ich nur als Wunder bezeichnen. Probleme, die eine gefühlte Ewigkeit an einem nagen, lösen sich in Luft auf und man sieht und versteht einander am Ende wirklich. Die ständigen Kompromisse, bei denen immer einer zurücksteckt, finden langsam aber doch ein Ende. Was dann folgt, nenne ich gerne Co-Kreation - gemeinsam zu etwas Neuem finden, wo jeder sein Eigenes darin findet. Was dabei herauskommt, kann sich einer allein gar nicht vorstellen.

 

Aber wie passt das Ganze nun mit dem Thema Reizüberflutung zusammen? Ich konnte beobachten, dass ich an Tagen, an denen ich gut bei mir war und mich unmittelbar und direkt ausdrückte (Moment für Moment - da geht es oft nur um Kleinigkeiten, die man oft hinunterschluckt), weniger müde und überreizt war. Ich kam nach Hause und hatte immer noch Energie übrig. Diese Tage häuften sich und bestätigten mich in meinen Beobachtungen. 

 

Wie geht es dir zum Beispiel in Besprechungen oder Ausbildungen, wo du dich einfach nur berieseln lässt, du nicht wirklich interessiert bist und deine Meinung nicht gefragt ist? Wird schnell zu viel, oder? Ich spüre dann eine starke innere Unruhe und bin nach diesen Terminen meistens sehr müde und ausgelaugt. Man kann sich gut vorstellen, wie es vielen Kindern täglich in der Schule gehen muss (natürlich abhängig von Schule und Lehrperson).

 

Ich lade dich ein, auszuprobieren, ob du Veränderungen in deinem Alltag beobachten kannst, wenn du anfängst, immer öfter auszudrücken, was gerade wirklich in dir vorgeht. Ob Freude, Wut, Trauer, klare Worte... -  es gut um deine ganz persönliche Wahrheit. Erlaube dir kleine Schritte - es ist unrealistisch von heute auf morgen vom stillen Mäuschen zum Tornado zu werden ;) Meiner Meinung nach, ist es auch durchaus möglich, sich gewählt auszudrücken und dabei trotzdem bei der eigenen, persönlichen Wahrheit zu bleiben. Solange deine Grundhaltung ist, dass du niemanden mit deinen Worten verletzen möchtest, bin ich sicher, dir begegnet das ein oder andere Wunder <3

 

Viel Mut & Spaß beim Ausprobieren, ich glaube an dich!

 

 

 

 

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