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©2018 by Julia Fischer

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Es reicht! ...warum hochsensible Menschen es endlich verdienen, gesehen zu werden

June 8, 2018

Ich bin wütend. Und wie so oft, erlaube ich mir kaum, diese Wut zu spüren. Zu groß ist das Verständnis für diejenigen, die diese Wut in mir auslösen. "Ja, ich kann seinen/ihren Standpunkt verstehen.", "So war das bestimmt nicht gemeint.", "Eigentlich ist da schon etwas Wahres dran", sind nur einige Gedanken, mit denen ich meinen Ärger oft unmittelbar ausdämpfe.

 

Aber ich sag euch etwas.. Ich habe keine Lust mehr darauf! Natürlich kann es in gewissen Situationen hilfreich sein, verschiedene Perspektiven einzunehmen, um einen Blick auf das Gesamtbild werfen zu können. Jedoch vergesse ich dabei oft auf eines - ES TUT TROTZDEM WEH! - und ich möchte mir selbst nicht länger verwehren, das zu spüren. Denn genau das gibt mir den Antrieb, mich für die Menschen einzusetzen, denen es vielleicht ganz genau so geht.

 

 

 

Lasst mich euch erzählen, was mich dazu bewogen hat, das alles mit euch zu teilen:

Vor gut einem Monat hatte ich einen Nebenjob als Verkäuferin in einem nettten Geschäft begonnen. Ich suchte nach einem Ausgleich zu meiner Arbeit von zuhause aus. Praktische Arbeit, bei der ich auf den Beinen bin, mit Menschen in Kontakt komme und in einem Umfeld anderer KollegInnen wirke.

 

...und es gefiel mir. Meiner Ansicht nach arbeitete ich mich von Woche zu Woche besser ein und fühlte mich immer wohler. Obwohl nach einem 9 Stunden-Tag die Füße anfangs noch recht schmerzten, spürte ich wieviel Energie mir die Arbeit zurückgab. Ich genoss es, Kunden zu beraten, zu kassieren und zwischendurch auch einfach mal schöne Dinge zu sortieren und zu schlichten. Eine abwechslungsreiche Arbeit, die ich mir so einteilte, dass mir mein Energiehaushalt einen langen, aktiven Tag erlaubte.

 

Nach einigen Wochen kam dann die Nachricht "Es passt leider nicht für uns." Ich sei einfach eine zu sensible Persönlichkeit, meine Haut wäre nicht dick genug. Sie wären eher auf der Suche nach einer "Rampensau", der es leicht fällt, den ganzen Tag einen auf "Stand-Up-Comedian" zu machen. Man wolle mich nicht verbiegen und letztendlich ausbrennen. BUMM. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet - lief es doch in meinen Augen recht gut. Aber gut. Ich vertraute dem Urteil der langjährig erfahrenen Geschäftsleitung. Vielleicht ist der Verkauf auch einfach wirklich nichts für mich und ein Tritt in den Hintern, mich nun voll und ganz meiner Selbstständigkeit zu widmen.

 

Natürlich ist es nie angenehm, abgewiesen zu werden - vor allem, wenn es um die eigene Persönlichkeit geht, die einfach nicht zu passen scheint - nichts, was man einfach mal von heute auf morgen ändern könnte. Aber ich bemerkte, was mich bei näherem Hinsehen wirklich wütend machte. Das Potential hinter einer sensiblen Persönlichkeit wird und wird einfach nicht gesehen! Was ist mit dem Anteil der Kunden, die vielleicht selbst hochsensibel sind? Mich für meinen Teil, überfordern "Rampensäue" und "Stand-Up-Comedians", die mir etwas verkaufen wollen. In meiner Zeit als Verkäuferin habe ich viel beobachtet und tendenziell eher die Menschen angesprochen, die offensichtlich Hilfe brauchten oder eine offene Haltung in der Nähe von Kunden eingenommen, die mich dann auch angesprochen hatten, wenn Unterstützung gesucht wurde. Mit offenem Blick begrüßt, habe ich nahezu jeden Kunden. War Hilfe notwendig, kam die Frage danach sofort. Im Nachhinein gesehen, kann dieses Verhalten vielleicht als zu passiv angesehen werden. Ich nenne es energieeffizient und kundenorientiert. Ich könnte die Liste noch eine Weile fortführen, aber darum geht es hier nicht.

 

Mir geht es darum, darauf aufmerksam zu machen, dass in meinen Augen jedes Unternehmen, jede Schule, jede Familie von hochsensiblen Menschen profitieren kann. Wir sind nicht die "Armen", die man schützen und in Watte packen muss. Wir sind diejenigen, die über den Tellerrand hinausblicken. Wir sehen, wo es hakt und was es braucht, um Abläufe effizient UND menschlich zu gestalten. Wir sehen die Bedürfnisse hinter dem (störenden) Verhalten anderer, weil wir den Menschen dahinter sehen und spüren. Wir sehen, wo sich Menschen immer und immer wieder im Kreis drehen und würden nur allzu gerne eingeladen werden, unsere Beobachtungen zu teilen. Wir wollen ernst genommen werden! Denn dann sind wir eine Riesen-Unterstützung, genau dort wo sie gebraucht wird.

 

Mir ist bewusst, dass ich hier verallgemeinere, doch geht es mir darum aufzuzeigen, dass es an der Zeit ist hinzuschauen, aufzustehen und auch als hochsensibler Mensch, sich zu trauen, die Stimme zu erheben. Wir können nicht nur darauf warten, gehört zu werden!

 

Gerne begleite ich dich, dein Kind und eure Familie, stärke euch den Rücken und zeige euch, dass es einen Weg gibt, ein Leben MIT und IN dieser Gesellschaft zu gestalten, das trotzdem euren Bedürfnissen gerecht wird!

 

 

Zur Vertiefung kann ich euch von Herzen diesen Ted-Talk "The gentle power of highly sensitive people | Elena Herdieckerhoff" empfehlen:

 

 

 

 

 

 

 

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